7 Tipps für mehr regionale Sichtbarkeit als Arbeitgeber im Netz

Vorbei sind die Zeiten der großen Aufbruchstimmung von Hochschulabsolventen, Wechselwilligen & Co: Weniger als die Hälfte (47 Prozent) der deutschen Arbeitnehmer ist bereit, für einen neuen Job die geliebte Heimat zu verlassen.* Für rekrutierende Unternehmen bedeutet das: Als Arbeitgeber in der eigenen Region für Fachkräfte und potentielle Bewerber sichtbar zu sein, ist heute wichtiger denn je. Fachkräfte, die bereits in der Region beheimatet sind, sind „Low Hanging Fruits“ in Sachen Recruiting. Dieses kann aber nur dann von Erfolg gekrönt sein, wenn Sie in der Region eine gewisse Sichtbarkeit als Arbeitgeber genießen – und zwar eine positiv geprägte.

Sichtbarkeit als Arbeitgeber – Herausforderung für viele kleine Unternehmen

Sichtbarkeit als Arbeitgeber zu erzeugen, auch und vor allem online, ist gerade für kleine Unternehmen oft eine große Herausforderung. Dabei ist es für diese Unternehmen häufig umso wichtiger. Die Stellenanzeigen auf der Firmenwebsite „zu verstecken“, reicht schon lange nicht mehr aus, um Fachkräfte für sich zu gewinnen. Vor allem dann nicht, wenn Name und Glanz großer Unternehmen insbesondere junge Arbeitskräfte mit großen Versprechungen für die berufliche Karriere locken. Es ist Zeit, zu handeln und für mehr regionale Sichtbarkeit Ihrer Arbeitgebermarke zu sorgen. Das muss im Übrigen nicht immer mit (großen) Kosten verbunden sein.

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Kostenlose Unternehmensseiten bei XING und LinkedIn anlegen

Wer für seine Zielgruppe sichtbar sein will, der sollte sich dort aufhalten, wo sich diese befindet. Online bedeutet das vor allem: bei XING und LinkedIn. Die beiden sozialen Netzwerke dienen Usern dazu, sich mit beruflichen Kontakten zu vernetzen, sich zu business-affinen Themen auszutauschen und eventuell sogar den Traumjob zu finden. Unternehmen können also unmittelbar mit geeigneten Bewerbern in Kontakt treten und die Werbetrommel in Sachen Personalmarketing rühren. Grundlegend dafür ist jeweils ein Unternehmensprofil bzw. eine Unternehmensseite, auf der Sie grundlegende Informationen über Ihr Unternehmen und Ihre Arbeitgebermarke kommunizieren können. Sowohl bei XING als auch auf LinkedIn gibt es dabei kostenlose Varianten. Weiterer Vorteil: Ihre Mitarbeiter, die ebenfalls ein Profil in diesen Kanälen betreiben, können sich mit Ihrer Unternehmensseite vernetzen und so als Multiplikatoren für Ihre Botschaften dienen.

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Sichtbarkeit als Arbeitgeber stärken mit regionalen Gruppen in sozialen Netzwerken

Viele Arbeitgeber haben bereits erkannt, dass das Thema Heimatverbundenheit nicht unbedeutend ist bei der Personalsuche. Laut Wirtschaftsförderung Krefeld spielt für mehr als 40 Prozent der befragten Unternehmen die Attraktivität des Wohn- und Arbeitsstandortes bei der Stellenbesetzung eine wichtige Rolle.** Regionale Gruppen in sozialen Netzwerken wie Facebook oder XING sind eine hervorragende Möglichkeit, um die eigene Sichtbarkeit als Arbeitgeber in der Region zu erhöhen, ohne große Investitionen tätigen zu müssen. Voraussetzung: Eine Unternehmensseite auf der entsprechenden Social-Media-Plattform (siehe Tipp 1) oder wenigstens einen geeigneten (HR-)Mitarbeiter, der sein Profil zur Verfügung stellt. Darüber hinaus muss der jeweilige Administrator Sie in die Gruppe aufnehmen. Über regionale Gruppen wie „Stellenangebote Krefeld“ auf Facebook oder das „Regionalforum für Krefeld“ auf XING können Sie dann unter anderem Stellenangebote veröffentlichen und treffen damit auf Jobsuchende in der Region, die ebenfalls Mitglieder der Gruppe sind. Wichtig: Beachten Sie dabei die Spielregeln der jeweiligen Gruppe.

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Interaktion mit anderen regionalen Social-Media-Kanälen – so stärken Sie Ihre Sichtbarkeit als Arbeitgeber

Es gibt Sie auf Facebook, Instagram und auch bei Pinterest: Social-Media-Kanäle, die auf Menschen in Ihrer Region abzielen. Das können Initiativen und Vereine sein, aber auch Netzwerke und öffentliche Einrichtungen wie Hochschulen. Machen Sie auf sich und Ihr Unternehmen aufmerksam, indem Sie mit Kanälen wie denen von „Krefeld kann was“, „Heimatshoppen“ oder „krefeld.de“ interagieren. Sprich: liken, kommentieren und gerne auch teilen. So geraten Sie für Ihre Zielgruppe ins Sichtfeld. Wenn Sie vorrangig Hochschulabsolventen, Werksstudenten oder Praktikanten rekrutieren möchten, schauen Sie doch mal auf den Kanälen der Hochschule Niederrhein vorbei.

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Neue Zielgruppen ansprechen, um die Online-Sichtbarkeit auszuweiten

Apropos Studenten: Es lohnt sich, nicht ausschließlich einen Blick auf Hochschulabsolventen zu werfen, die mit einem erfolgreichen Abschluss und einem Zeugnis in der Tasche aufwarten, sondern auch Studienaussteiger in den Recruiting-Fokus zu nehmen. Der Wechsel eines Studienganges oder der Ausstieg aus dem Studium sind oftmals Teil des Entwicklungsprozesses junger Nachwuchskräfte. Wer hier zweite Chancen gewährt, der kann wahre Schätze heben. Denn Studienabbrecher sind auf dem hart umkämpften Arbeitgebermarkt nicht nur ein echter Geheimtipp, sondern bringen zudem im bisherigen Studienverlauf erworbene Qualifikationen und ein gewisses Extra an Motivation mit. Ein Projekt, das sich vorrangig bei uns am Niederrhein um dieses Thema kümmert, ist NEXT STEP niederrhein. Auf der Website des Gemeinschaftsprojekts der Hochschulen Rhein-Waal und Niederrhein können sich interessierte und aufgeschlossene Unternehmen in eine Unternehmensliste eintragen lassen und so geeignete Kandidaten auf sich aufmerksam machen.

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Sichtbarkeit als Arbeitgeber stärken mit dem Google My Business Eintrag

Auch mit einem Unternehmensprofil bei Google My Business erzielen Unternehmen Online-Sichtbarkeit. Und zwar nicht nur bei Kunden, sondern auch bei potentiellen Bewerbern. Wer schon einmal „Unternehmen Krefeld“ in die Google-Suchmaske eingetippt hat, wird feststellen, dass hier diejenigen Unternehmen im Vorteil sind, die über ein Google My Business Profil verfügen. Bei Google My Business handelt es sich um einen kostenlosen Brancheneintrag für Unternehmen, in dem Sie Adresse, Öffnungszeiten, Bewertungen und Infotexte verwalten können. Sucht ein User nach Ihrem Unternehmen, wird es prominent in den Suchergebnissen angezeigt. Weiterer Clou fürs Personalmarketing: die Funktion Beiträge. Hier lassen sich News, Angebote, Events und natürlich auch Jobs abbilden. Einfach über den Backend-Bereich des Google-Dienstes anmelden, Beitrag erstellen, Fachkräfte begeistern, fertig!

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Zufriedene Mitarbeiter um Online-Bewertung bitten

Zufriedene Mitarbeiter sind Ihre beste Werbung als Arbeitgeber. Sie können nicht nur Spannendes aus dem Arbeitsalltag berichten, sondern agieren zudem authentisch. Und das geht auch online. Auf Plattformen wie kununu.com können aktuelle und ehemalige Arbeitnehmer Ihren Arbeitgeber bewerten in Kategorien wie Arbeitsatmosphäre, Work-Life-Balance, Gehalt und Kommunikation. Und genau das ist es, was potentielle Bewerber über einen zukünftigen Arbeitgeber in Erfahrung bringen wollen. Und zwar aus erster Hand. Wer beim Onlineshopping auf Produkt-Bewertungen anderer Käufer setzt, um eine Entscheidung zu treffen, dem ist die Zugkraft solcher Bewertungen bewusst. Arbeitgeber können je nach Plattform sowohl kostenfreie als auch zahlungspflichtige Profile erstellen. Last but not least können Online-Bewertungsportale auch für die interne Kommunikation herangezogen werden, bilden Sie doch interne Stimmungsbarometer ab und sind daher Mitarbeiterbefragungen nicht unähnlich.

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Regionale Angebote für mehr Sichtbarkeit als Arbeitgeber nutzen

Ganz konkrete regionale Angebote für mehr Arbeitgeber-Sichtbarkeit sind in Krefeld noch rar gesät. Genau dieser Umstand macht sie allerdings besonders wirkungsvoll. Denn wer hier vertreten ist, der genießt einen gewissen Vorsprung gegenüber dem regionalen Wettbewerb auf dem Arbeitgebermarkt. Ein gelungenes Beispiel ist die Fachkräfteinitiative „Krefeld kann was“. Initiiert von der Wirtschaftsförderung Krefeld zielt das digitale Angebot auf Fachkräfte, angehende Azubis und Studierende ab, um sie für den Standort Krefeld als Wohn- und Arbeitsumfeld sowie die vertretenen Arbeitgeber zu begeistern. Mit dem neuen „Arbeitgeber-Match“ gibt es für Krefelder Unternehmen nun ein weiteres unkompliziertes Angebot, um ihre Sichtbarkeit als Arbeitgeber in der Region zu steigern. Auf der digitalen Plattform können Arbeitgeber einen individuellen Unternehmenseintrag erstellen und direkt zu relevanten Jobseiten, Karriereplattformen oder Social-Media-Kanälen verlinken. Auf der anderen Seite können interessierte Fachkräfte nach Branchen, Tätigkeitsfeldern, Unternehmensgröße und Beschäftigungsarten suchen, um ihr Wunschunternehmen herauszufiltern. Eingebettet ist das „Arbeitgeber-Match“ in attraktive Beiträge rund ums Leben, Wohnen und Arbeiten in Krefeld. Unternehmen können Ihren Eintrag im Arbeitgeber-Match mit wenigen Klicks anlegen. Infos für Unternehmen

*StepStone Mobilitätsreport, 2018
**Umfrage der WFG zum Fachkräftemangel in Krefeld 2017